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Monday, 11. November 2002
landshark November 11, 2002 at 3:08:24 PM CET
Topic: times

Gerber - about gaming [1871]

"In der Kunst also spielen wir. Wann aber spielen wir noch? Wir spielen im Kindesalter, um einen Trieb zur Thätigkeit zu befriedigen, welcher mit Naturnothwendigkeit uns zwingt, und der daher, wenn ihm nicht gewillfahrt wird, als Reiz mit Unlust gefühlt, von dem zum Schweigen, Stillsitzen, Einschlafen verurtheilten Kinde als das empfunden wird, was er an sich ist, als Pein und Qual. Wir spieln später, um uns abzuspannen von Anstrengungen, um Unangenehmes zeitweilig zu beseitigen, um uns zu betäuben, zu vergessen; wir spielen wohl auch, um zu spielen, um der Heiterkeit, Gesundheit, Kraft einen Ausdruck zu gewähren, immer jedoch, um aus einem gedrückteren in einen freieren, gehobenen zustand überzugehen."

das ist doch eindeutig beruhigend, wenn ich allerdings betrachte wie oft ich in versuchung zu spielen bin, so frage ich mich doch, warum der part der anstrengungen so viel geworden ist und ich einfach nur noch ausgleichen muß. evil beware

aus: Gustav Gerber: Die Sprache als Kunst, Bromberg 1871

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